3D-chemische Auftragsanalytik für Oberflächentechnik und Beschichtung

Nanostrukturen verstehen. Beschichtungsprozesse optimieren. Leistungsfähige Oberflächen gezielt weiterentwickeln.

In der Oberflächentechnik und Beschichtungsindustrie entscheiden Materialaufbau, Grenzflächenqualität und chemische Zusammensetzung maßgeblich über Funktion, Lebensdauer und Prozessstabilität von Bauteilen. Bereits kleinste Defekte, Inhomogenitäten oder Veränderungen im Schichtsystem können Haftung, Verschleißverhalten, Korrosionsschutz und tribologische Eigenschaften beeinflussen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an leistungsfähige, nachhaltige und regulatorisch zukunftssichere Beschichtungslösungen. Dies erfordert präzise materialanalytische Untersuchungen bis in den Nanometerbereich.

Das ILM unterstützt Unternehmen aus Oberflächentechnik und Beschichtung mit hochauflösender FIB-REM-Auftragsanalytik (Fokussierter Ionenstrahl kombiniert mit Rasterelektronenmikroskopie) sowie ergänzender ToF-SIMS-Analytik zur chemischen Tiefen- und Oberflächenanalyse.

Durch die Kombination struktureller und chemischer Informationen in einem integrierten Messworkflow lassen sich Schichtaufbau, Grenzflächen, Defekte und Materialverteilungen gezielt analysieren und direkt miteinander korrelieren.

Wir analysieren unter anderem:

  • funktionale Dünnschicht- und Multilayer-Systeme
  • PVD- und CVD-Beschichtungen
  • Grenzflächen und Haftverbunde
  • nanoskalige Defekte und Inhomogenitäten
  • tribologische Oberflächen und Funktionsschichten
  • chemische Materialverteilungen und Tiefenprofile

Die Kombination aus struktureller und chemischer Analyse liefert belastbare Erkenntnisse für Entwicklung, Qualitätssicherung und Prozessoptimierung in der Oberflächentechnik.

Typische Anwendungen in der Oberflächentechnik

Die folgenden Anwendungsszenarien zeigen beispielhaft, wie hochauflösende FIB-REM- und ToF-SIMS-Analytik Unternehmen dabei unterstützt, Schichtsysteme zu bewerten, Fehlerursachen sichtbar zu machen und Beschichtungsprozesse gezielt zu optimieren.

 

Use Case: PFAS-freie Funktionsschichten mit vergleichbarer Performance

Die Substitution von PFAS-haltigen Beschichtungssystemen stellt viele Unternehmen der Oberflächentechnik vor eine zentrale Herausforderung. Insbesondere bei Antihaft- und Reibungsbeschichtungen müssen bestehende Materialsysteme durch PFAS-freie Alternativen ersetzt werden, ohne dass funktionale Eigenschaften oder Performance verloren gehen.

Analytischer Ansatz

Zur Bewertung der Materialsysteme werden Oberflächenchemie, Schichtaufbau und Materialverteilung analysiert. Die Kombination aus struktureller und chemischer Analyse ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen etablierten und neuen Beschichtungssystemen.

Ergebnis der Analyse

Die Ergebnisse zeigen Unterschiede in Schichtarchitektur, Materialverteilung und funktionalen Grenzflächen, die gezielt zur Optimierung PFAS-freier Systeme genutzt werden können.

Mehrwert der Auftragsanalytik

  • Entwicklung leistungsfähiger PFAS-freier Beschichtungen
  • Vergleichbare oder verbesserte tribologische Eigenschaften
  • Zukunftssichere und regulatorisch robuste Produktstrategie

Use Case: PVD-/CVD-Schichten – Defekte im Nanometerbereich verstehen

Ausfälle und Instabilitäten bei komplexen Multilayer-Systemen sind in der Oberflächentechnik keine ungewöhnliche Herausforderung. Insbesondere bei PVD- und CVD-Beschichtungen bleiben die Ursachen mit konventionellen Prüfmethoden häufig unklar.

Analytischer Ansatz und Ergebnis

Zur Fehleranalyse werden hochauflösende Querschnittsuntersuchungen der Schichtsysteme durchgeführt. Mithilfe kombinierter FIB-REM- und chemischer Analytik lassen sich nanoskalige Defekte, Grenzflächenprobleme und lokale Inhomogenitäten sichtbar machen. Die Untersuchung liefert detaillierte Erkenntnisse über kritische Schichtbereiche und potenzielle Schwachstellen im Beschichtungsprozess.

Mehrwert der Auftragsanalytik

  • Optimierte Prozessparameter in der Beschichtung
  • Deutlich reduzierte Ausschussraten
  • Stabilere und reproduzierbare Schichtsysteme bei komplexen Bauteilen

Use Case: Dünnere Schichten – gleiche Funktion

In der Oberflächentechnik ist die gezielte Reduktion von Schichtdicken ein häufiger Ansatz zur Material- und Kostenoptimierung. Gleichzeitig entsteht dabei die Herausforderung, funktionale Eigenschaften trotz geringerer Schichtstärke zuverlässig zu erhalten.

Analytischer Ansatz und Ergebnis

Zur Bewertung werden Schichtaufbau, Grenzflächen und funktionale Bereiche detailliert analysiert. Dadurch lässt sich nachvollziehen, welche Schichtzonen entscheidend für die Funktion sind und wo Einsparpotenziale bestehen. Die Ergebnisse unterstützen eine gezielte Anpassung der Schichtarchitektur bei gleichbleibender Performance.

Mehrwert der Auftragsanalytik

  • Reduzierter Materialeinsatz und geringere Produktionskosten
  • Erhalt funktionaler und tribologischer Eigenschaften
  • Nachhaltigere und ressourceneffizientere Produktion

Ihr Mehrwert auf einen Blick

Schnell & präzise: Hochauflösende Analytik durch erfahrene wissenschaftliche Expertenteams

Anwendungsorientiert: Klare Interpretation der Ergebnisse für Entwicklung, Prozessoptimierung und Qualitätssicherung in der Oberflächentechnik

Erweiterbar: Ausgangspunkt für weiterführende Entwicklungs- und Forschungsprojekte im Bereich Beschichtung und Materialsysteme

Innovationsfördernd: Unterstützung bei der Ableitung neuer Material- und Schichtsysteme sowie technologischer Weiterentwicklungen

Verlässlich: Kurzfristige Umsetzung von Geheimhaltungsvereinbarungen und vertrauliche Bearbeitung

→ Jetzt Analyse anfragen

Sie möchten eine materialwissenschaftliche Fragestellung klären oder ein konkretes Analyseprojekt im Bereich Oberflächentechnik starten?

Wir beraten Sie gerne zur passenden FIB-REM- und ToF-SIMS-Analytik für Ihre Anwendung.

Ansprechpartner

Dr. Michael Haupt am ILM

Dr. Michael Haupt

Abteilungsleiter Medizinische Geräte

Tel: +49 (0)731 / 1429 220
Kathrin Stadelmann am ILM

Kathrin Stadelmann, M.Sc.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Tel: +49 (0)731 / 1429 669

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