Aktuelles

Lichtschutz: künstliche optische Strahlung sicher nutzen

In Kooperation mit  dem ILM veranstaltet photonicsbw Weiterbildungsseminare zum Thema:
"Lichtschutz: künstliche optische Strahlung beurteilen und sicher nutzen" 
am 8. Februar 2012 am ILM in Ulm 

Infos und Anmeldeunterlagen unter: www.photonicsbw.de/campus 

Dem „Hepsin-Paradox“ auf der Spur

Wissenschaftler des ILM konnten in Kooperation mit Kollegen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und des Universitätsklinikums Ulm eine überraschende Entdeckung machen: Die Serinprotease Hepsin, immerhin in rund 90% aller Tumoren der Prostata verstärkt aktiv, reguliert das Schicksal der Tumorzelle in Abhängigkeit der jeweils vorliegenden Mikroumgebung.

Hepsin ist ein membranintegrales Protein, dessen extrazellulärer Teil andere Eiweiße in der Umgebung der Zelle spalten kann. Seit langem wird vermutet, dass Hepsin durch die Zersetzung der Basalmembran wesentlich zum Metastasierungsprozess beim Prostatakarzinom beiträgt. Umso mehr erstaunten vor einigen Jahren Studienergebnisse, die besagten, dass die gentechnisch vermittelte Aktivierung von Hepsin in Zelllinien unterschiedlicher Tumorarten zu einer Reduktion der Vitalität in den Tumorzellen führte. Dieser Widerspruch wurde als „Hepsin-Paradox“ bezeichnet und ist ursächlich bisher nicht geklärt. 

Die neuen Ergebnisse von ILM, DKFZ und Uniklinikum Ulm deuten darauf hin, dass die Vitalität Hepsin-positiver Tumorzellen ganz wesentlich durch extrazelluläre Signale bestimmt wird. Dies konnte durch die Verwendung einer gentechnisch veränderten „schaltbaren“ Zelllinie des Prostatakarzinoms erforscht werden, in der die Aktivität des Hepsin-Gens durch Zugabe eines Antibiotikums gesteuert wurde. Die Proteinkinase AKT, ein Schlüsselmolekül der Signalleitung in Krebszellen, das insbesondere in der Therapieresistenz von Tumoren eine Rolle spielt, wurde durch das Anschalten des Hepsin-Gens deutlich in seiner Aktivität reduziert, wenn diese Zellen in tumortypischer Mikroumgebung, d.h. auf einer von Tumorzellen sezernierten extrazellulären Matrix wuchsen. Sobald die Zellen in einer von normalen Prostatazellen konditionierten Umgebung kultiviert wurden, blieb die AKT-Aktivität nach Aktivierung des Hepsin-Gens weitgehend konstant. Am ILM wird nun weiterführend untersucht, ob dieser Zusammenhang therapeutisch adressierbar ist – beispielsweise durch eine gezielte Modulation der Mikroumgebung in Hepsin-positiven Prostatatumoren. 

Die Ergebnisse der Gemeinschaftsstudie mit dem DKFZ und dem Universitätsklinikum Ulm werden in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift Neoplasia veröffentlicht (http://www.neoplasia.com/pdf/manuscript/v13i07/neo11294.pdf).

Verleihung des Pater-Leander-Fischer-Preises

Im Rahmen der 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin wurde der Pater-Leander-Fischer-Preis an Robert Kammerer verliehen. Robert Kammerer erhielt den Preis für seine Arbeit mit dem Titel "The molecular basis of prostate cancer cell escape from protoporphyrin IX-based photodynamic therapy".
Der Preis ist mit 1.000 € dotiert.

Der Pater-Leander-Fischer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin ist benannt nach Pater Leander Fischer, der als Benediktinerpater am Schottengymnasium in Wien Mathematik und Physik unterrichtete und als Physiker am Ludwig-Boltzmann-Institut für Laserchirurgie in Wien tätig war. Mit Professor Karl Dinstl, dem Leiter des Boltzmann-Instituts und früheren Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin, hat er erheblich dazu beigetragen, dem Einsatz des Lasers in der Medizin zum Durchbruch zu verhelfen.

25th anniversary of ILM and 18th Annual Meeting of DGLM e.V.

The ILM celebrates its 25th anniversary this year. This jubilee together with changes in the Organisation of the World of Photonics trade fair and the objective of the DGLM e.V. to promote closer contact between scientists, physicians and industry led to the decision to change the location of the annual DGLM meeting to Ulm. The spacial and temporal closeness to the World of Photonics Congress have been chosen to enable all of you to participate in both conferences.

The DGLM conference will focus on the application of lasers and optical techniques in medical therapy and diagnosis, including a special exhibition on medical systems. State of the art introductions given by renowned experts make the sessions interesting not only for researchers and experienced users of optical technologies, but also for those who want to get a high level overview.

The conference will be assessed with advanced training credit points (Fortbildungspunkte der Landesärztekammer Baden-Württemberg).

Click here to enter the Conference Homepage