Aktuelles

Nachwuchsakademie Zahnmedizin erstmals in Ulm

Vom 30. Juli bis 3. August 2012 findet am ILM eine einwöchige Nachwuchsakademie für 20 ausgewählte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde statt. Dies ist die Auftaktveranstaltung zu einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) getragenen Projekt  in drei Phasen, das von Prof. Dr. Ralph G. Luthardt, dem Ärztlichen Direktor der Klinik für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Ulm und Vorstand des ILM koordiniert wird. Während der Veranstaltung werden renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland in Vorträgen und Diskussionen Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde geben und die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlerunterstützen als Mentoren unterstützen.

62. Nobelpreisträgertagung in Lindau

Vom 1.bis 6.Juli 2012 fand in Lindau die 62. Nobelpreisträgertagung statt. Dieses Jahr trafen sich dort rund 500 Nachwuchswissenschaftler und über 20 Nobelpreisträger, um über Themen aus der Physik und verwandten Fachgebieten zu diskutieren.

Am 6.7.2012 lud das Land Baden-Württemberg alle Tagungsteilnehmer sowie ausgewählte Gäste, darunter unsere Mitarbeiter Herr Ahmed Elmaklizi und Herr Arnd Brandes, zu einer Schifffahrt von Lindau auf die Mainau ein, wo die Abschlussveranstaltung der Nobelpreisträgertagung stattfand. Gastgeberin der Schifffahrt war Frau Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Ziel der Schifffahrt war es, den Gästen einen Eindruck von der Vielfalt der Forschungsaktivitäten in Baden-Württemberg  zu vermitteln. Hierzu war auf dem Schiff ein Ausstellungsbereich eingerichtet, in dem das ILM und andere Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen des Landes interessante Forschungsprojekte aus verschiedenen Themenbereichen der Physik präsentierten.

 

5. Anlage mit Objekterkennungssoftware des ILM geht in Betrieb

In diesen Tagen geht in Saudi-Arabien die nunmehr 4. Anlage der Unitechnik AG in Betrieb, in die eine Objekterkennungssoftware des ILM integriert ist. Mit der Software werden in Betonfertigteilwerken die Lage und der Typ von Schalungselementen erkannt und an einen Roboter weitergegeben, mit dem die Schalungselemente von der Palette abgehoben einem Reiniger zugeführt werden. Die Software kommuniziert dabei mit mehreren Abstandsscannern LMS400 des Herstellers Sick AG und wertet die Ergebnisse der Scans aus. Aus den Scans wird eine 3-D-Punktewolke berechnet aus der trotz der merkmalsarmen Konturen mit eigenen Algorithmen die exakten Koordinaten verschiedener Schalertypen extrahiert werden können. Die weiteren Anlagen sind bereits ab 2008 sehr zuverlässig in Betrieb und stehen in Frankreich, Schweden und Deutschland.

In einer weiteren Anlage werden die Konturen der Betonfertigteile mit einem ähnlichen Verfahren für die Qualitätssicherung automatisiert vermessen und mit den CAD-Daten abgeglichen.

Ausstellung verpasst?

Auf der Fachmesse CONTROL, der Internationalen Leitmesse für Qualitätssicherung, auf der Landesmesse Stuttgart vom 8. Mai bis 11 Mai war das ILM gleich mit zwei Entwicklungen vertreten. Zum einen wurde das photothermische Messgerät FORAtherm zur berührungslosen Randzonendiagnostik vorgeführt. Zum anderen hatte unser neues System zur manuell geführten, berührungslosen 3D-Topologievermessung seine Premiere.

Falls Sie keine Gelegenheit hatten, uns auf der Messe zu besuchen, können Sie hier unsere Flyer herunterladen. Oder rufen Sie uns einfach an:

Photothermik: Herr Dr. Peter Mayr: (0731) 1429-226

3D-Topologie: Herr Micheal Zint (0731) 1429- 225; Herr Dr. Karl Stock: (0731) 1429-220

Mailkontakt: Dr. Mayr , Hr. Zint, Dr. Stock

IHK Ulm: „Forschung hautnah“

Das ILM wurde 1985 als „Institut für Lasertechnologien in der Medizin“ gegründet, hat sich aber mittlerweile zu einem Institut der angewandten Photonik mit breiten Anwendungsfeldern weiterentwickelt. Am 3. Mai 2012 hat das ILM im Rahmen der IHK-Veranstaltungsreihe „Forschung hautnah“ speziell seine Messtechnik mit eigenen innovativern Verfahren vorgestellt.

Berührungslose und zerstörungsfreie Randzonendiagnostik mittels photothermischer Messverfahren

Bei der Photothermik wird die Oberfläche von absorbierenden Proben, insbesondere Metallen, durch gepulste oder intensitätsmodulierte Laserstrahlung erwärmt und die resultierende Temperatur zeit- oder phasenaufgelöst gemessen. Die Temperaturantwort hängt von den Materialeigenschaften ab und kann für eine Vielzahl von Fragestellungen ausgewertet werden, z.B. EHT- und Härteverlaufs­bestimmung, Schichtdickenmessung, Schleifbranderkennung, Porositätsbestimmung, Erkennen von Delamination, Qualitäts­prüfung von Schweißverbindungen, Erkennung von Defekten und Tragbildprüfung.

Ein neuartiges Topographiemesssystem. Schnelle 3D-Messungen auch an „unkooperativen“ Objekten

Für medizinische Anwendungen wurde ein Gerät entwickelt, mit dem berührungslos, schnell und sehr präzise die 3D-Topologie von Gewebe erfasst werden kann. Dieselbe Technologie kann auch für technische Anwendungen genutzt werden, z.B. an bewegten oder vibrierenden Objekten oder robotergestützt zum flexiblen Abfahren von Konturen, z.B. Schweißnähten. Die Messung funktioniert an Metallen, aber auch an volumen­streuenden Materialien wie Keramik. Der Maßstab kann an die Messaufgabe angepasst werden.

Messtechnik für lichtstreuende Objekte

Die Entwicklung von Methoden zur Charakterisierung von Objekten oder Materialien anhand ihrer optischen Eigenschaften (Absorption, Streuung, Fluoreszenz) ist eine Schlüssel­kompetenz am ILM. Die Anwendungsbereiche sind breit gefächert, sie reichen von der absoluten Bestimmung von Inhaltsstoffen in pharmazeutischen Produkten oder Lebensmitteln über die Detektion und Charakterisierung kleinster, im Mikroskop nicht unterscheidbarer Partikel bis zur Optimierung von Materialien hinsichtlich ihrer optischen Eigenschaften.

Falls Sie die Veranstaltung verpasst haben, können Sie hier einen individuellen Besuch vereinbaren.

Das ILM stellt auf der CONTROL aus

Auf der Fachmesse CONTROL, der Internationalen Leitmesse für Qualitätssicherung, auf der Landesmesse Stuttgart vom 8. Mai bis 11 Mai ist das ILM gleich mit zwei Entwicklungen vertreten.

Unsere Mitarbeiter würden sich freuen, Sie zur Premiere unseres neu entwickelten Geräts zur berührungslosen 3D-Topologievermessung zu begrüßen. Sie finden uns auf einem Gemeinschaftsstand mit der cubert GmbH, einer ILM-Ausgründung, in Halle 7 auf dem Stand 7220/5.

Eine zweite Gruppe stellt in  Halle 1, Stand 1322 gemeinsam mit der edevis GmbH, Stuttgart das Gerät FORAtherm, ein photothermisches Messsystem zur Randzonendiagnostik, vor.

Schauen Sie bei uns vorbei. Unsere Mitarbeiter informieren Sie gerne.

Spin-Off

Seit kurzen agieren unsere Kollegen Dr. René Michels, Dr. András Jung und Rainer Graser als Geschäftsführer der Cubert GmbH (www.cubert-gmbh.de). Das Ziel des neugegründeten Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von optischer Messtechnik vor allem im Bereich der bildgebenden Spektralanalyse. Diese Messtechnik ermöglicht eine einfache berührungslose chemische Analyse vieler Substanzen und findet so Anwendung in den Bereichen der Geofernerkundung, der Präzisionslandwirtschaft, der Lebensmittelkontrolle, der Medizin, der Sensorik & Robotik, dem Umweltschutz und in der Farbmesstechnik. Gefördert wird dieser Spin-Off durch das Programm Junge Innovatoren vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Wir wünschen unseren Kollegen viel Erfolg für ihr Vorhaben.

Lichtschutz: künstliche optische Strahlung sicher nutzen

In Kooperation mit  dem ILM veranstaltet photonicsbw Weiterbildungsseminare zum Thema:
"Lichtschutz: künstliche optische Strahlung beurteilen und sicher nutzen" 
am 8. Februar 2012 am ILM in Ulm 

Infos und Anmeldeunterlagen unter: www.photonicsbw.de/campus 

Dem „Hepsin-Paradox“ auf der Spur

Wissenschaftler des ILM konnten in Kooperation mit Kollegen des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und des Universitätsklinikums Ulm eine überraschende Entdeckung machen: Die Serinprotease Hepsin, immerhin in rund 90% aller Tumoren der Prostata verstärkt aktiv, reguliert das Schicksal der Tumorzelle in Abhängigkeit der jeweils vorliegenden Mikroumgebung.

Hepsin ist ein membranintegrales Protein, dessen extrazellulärer Teil andere Eiweiße in der Umgebung der Zelle spalten kann. Seit langem wird vermutet, dass Hepsin durch die Zersetzung der Basalmembran wesentlich zum Metastasierungsprozess beim Prostatakarzinom beiträgt. Umso mehr erstaunten vor einigen Jahren Studienergebnisse, die besagten, dass die gentechnisch vermittelte Aktivierung von Hepsin in Zelllinien unterschiedlicher Tumorarten zu einer Reduktion der Vitalität in den Tumorzellen führte. Dieser Widerspruch wurde als „Hepsin-Paradox“ bezeichnet und ist ursächlich bisher nicht geklärt. 

Die neuen Ergebnisse von ILM, DKFZ und Uniklinikum Ulm deuten darauf hin, dass die Vitalität Hepsin-positiver Tumorzellen ganz wesentlich durch extrazelluläre Signale bestimmt wird. Dies konnte durch die Verwendung einer gentechnisch veränderten „schaltbaren“ Zelllinie des Prostatakarzinoms erforscht werden, in der die Aktivität des Hepsin-Gens durch Zugabe eines Antibiotikums gesteuert wurde. Die Proteinkinase AKT, ein Schlüsselmolekül der Signalleitung in Krebszellen, das insbesondere in der Therapieresistenz von Tumoren eine Rolle spielt, wurde durch das Anschalten des Hepsin-Gens deutlich in seiner Aktivität reduziert, wenn diese Zellen in tumortypischer Mikroumgebung, d.h. auf einer von Tumorzellen sezernierten extrazellulären Matrix wuchsen. Sobald die Zellen in einer von normalen Prostatazellen konditionierten Umgebung kultiviert wurden, blieb die AKT-Aktivität nach Aktivierung des Hepsin-Gens weitgehend konstant. Am ILM wird nun weiterführend untersucht, ob dieser Zusammenhang therapeutisch adressierbar ist – beispielsweise durch eine gezielte Modulation der Mikroumgebung in Hepsin-positiven Prostatatumoren. 

Die Ergebnisse der Gemeinschaftsstudie mit dem DKFZ und dem Universitätsklinikum Ulm werden in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift Neoplasia veröffentlicht (http://www.neoplasia.com/pdf/manuscript/v13i07/neo11294.pdf).

Verleihung des Pater-Leander-Fischer-Preises

Im Rahmen der 18. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin wurde der Pater-Leander-Fischer-Preis an Robert Kammerer verliehen. Robert Kammerer erhielt den Preis für seine Arbeit mit dem Titel "The molecular basis of prostate cancer cell escape from protoporphyrin IX-based photodynamic therapy".
Der Preis ist mit 1.000 € dotiert.

Der Pater-Leander-Fischer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin ist benannt nach Pater Leander Fischer, der als Benediktinerpater am Schottengymnasium in Wien Mathematik und Physik unterrichtete und als Physiker am Ludwig-Boltzmann-Institut für Laserchirurgie in Wien tätig war. Mit Professor Karl Dinstl, dem Leiter des Boltzmann-Instituts und früheren Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Lasermedizin, hat er erheblich dazu beigetragen, dem Einsatz des Lasers in der Medizin zum Durchbruch zu verhelfen.