Die Arbeit beschreibt ein kombiniertes Monte-Carlo-Modell für isotrope und anisotrope Lichtausbreitung in humanem Dentin. Die Mikrostruktur von Dentin – dicht angeordnete zylindrische Tubuli in einer mineralisch-organischen Matrix – führt zu einer stark richtungsabhängigen Lichtausbreitung. Mithilfe winkelaufgelöster goniometrischer Messungen an drei menschlichen Zähnen und einem digitalen Zwilling wurden die optischen Eigenschaften beider Streuregime bestimmt.
Rein isotrope Auswertemodelle liefern dabei systematisch fehlerhafte optische Eigenschaften. Das vorgestellte Modell erfasst hingegen sowohl die isotrope Streuung der Matrix als auch die anisotrope Streuung der Tubuli und erlaubt so eine wesentlich zuverlässigere optische Charakterisierung von Dentin. Der Ansatz lässt sich zudem auf andere faserstrukturierte Gewebe wie Sehnen oder Hirngewebe übertragen.
Das Paper von Levin Stolz et al. finden Sie ➔ hier.

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