KONGRESS BW 2026 | 21.–22. Oktober 2026 | Heidelberg Congress Center
Wie können PFAS gemessen, beseitigt und künftig vermieden werden? Diesen Fragen widmet sich der Workshop „PFAS 2035 – Von der Belastung zur Lösung: Visionen für mobile Analytik, saubere Kreisläufe und neue Materialien“, den das ILM im Rahmen des KONGRESS BW 2026 mitgestaltet.
Am 22. Oktober 2026 um 16:15 Uhr diskutieren Expertinnen und Experten aus vier Forschungsinstituten innovative Ansätze entlang der Wertschöpfungskette. Im Mittelpunkt stehen mobile PFAS-Analytik, PFAS-Abbau, regulatorische Perspektiven sowie die Substitution von PFAS in Materialien und Anwendungen. PFAS 2035 vernetzt Forschung und Industrie, um gemeinsam Visionen für sichere Materialien und nachhaltige Stoffkreisläufe zu entwickeln.
Der Workshop findet unter dem Dach der Innovationsallianz Baden-Württemberg statt. Während des gesamten Kongresses ist das ILM zudem am Gemeinschaftsstand der innBW vertreten. Nutzen Sie die Gelegenheit, unsere Expertinnen und Experten am Messestand oder im Workshop kennenzulernen. Wir freuen uns auf Ihre Fragen, den fachlichen Austausch und interessante Diskussionen.

Das Projekt ASTANA II wird durch die Europäische Union und das Land Baden-Württemberg im Rahmen des EFRE-Programms finanziell unterstützt. Mit einer Fördersumme von 498.116 Euro gehört ASTANA II zu den 14 Projekten, die in der zweiten Runde der Prototypenförderung aus insgesamt 52 Bewerbungen von Hochschulen und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen ausgewählt wurden. Die Förderung ermöglicht es, Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu überführen.
Ziel des zweijährigen Projekts ist die Entwicklung eines auf digitaler holographischer Mikroskopie (DHM) basierenden Prototyps, der eine schnelle Analyse des Bakterienwachstums in definierten Volumina mikrofluidischer Inkubationskammern für die antimikrobielle Suszeptibilitätstestung (AST) ermöglicht. Im Gegensatz zum Stand der Technik, bei dem das Wachstum durch Trübungsmessungen erfasst wird, soll der Prototyp eine Einzelzell-Quantifizierung ermöglichen. Dadurch reichen deutlich geringere Keimzahlen für die antimikrobielle Suszeptibilitätstestung aus. Insbesondere für zeitkritische diagnostische Fragestellungen, beispielsweise in der Sepsisdiagnostik, eröffnet dies das Potenzial, die Diagnosedauer zu verkürzen.
Die Bilddaten sollen zur dreidimensionalen Rekonstruktion eines Probevolumens genutzt werden. Zunächst wird die parallele Erfassung von 64 Proben mit einer Periodizität von zehn Minuten angestrebt. Als Funktionsnachweis soll das Wachstum Gram-positiver und Gram-negativer nicht humanpathogener Modellkeime mit unterschiedlichen Resistenzgraden in Gegenwart von Antibiotika analysiert werden.
ASTANA II baut auf den Ergebnissen des BMFTR-geförderten Verbundprojekts ASTANA auf. Im Vorgängerprojekt wurden speziell kleine mikrofluidische Inkubationskammern entwickelt, in denen das Wachstum von Bakteriensuspensionen in Gegenwart unterschiedlich konzentrierter Antibiotika untersucht wird. Durch die wiederholte Bestimmung der Bakteriendichten in festen Zeitintervallen kann ein parallelisiertes Screening durchgeführt werden, das eine schnelle Identifikation einer wirksamen Therapie ermöglicht. In einer initialen klinischen Validierung am Ende von ASTANA konnte das Wachstum von Sepsiserregern in Abhängigkeit unterschiedlicher Antibiotikakonzentrationen in mikrofluidischen Testträgern quantifiziert werden. ASTANA II verfolgt nun das Ziel, die im Vorprojekt identifizierten technischen Herausforderungen zu lösen und die Technologie zu einem innovativen Prototypen weiterzuentwickeln.

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